Rütistein/Piet Index Ostern      
Piz Sarsura, Ovo-Variante p1060116.jpg
Mit einer kleinen Nusstorte...
p1060117.jpg
Das Ziel sieht man beim...
p1060122.jpg
Da käme man aus dem Sertig...

Skitour vom 21.-22. März 2026.

Die Ovo-Variante des Piz Sarsura (nicht besser, aber länger) geht folgendermassen: das längste Tal (Dischma) rein, und das längste (Val Sarsura) wieder raus. Dieses Jahr bekam ich überraschenderweise kurzfristig noch Plätze in der Hütte, und noch überraschendererweise stimmte sogar das Wetter - wenn es auch nicht perfekt war, wie sich zeigen sollte. Pie's neue Hüfte war zwar noch in der Werkstatt, aber nach schwäbischem Brauch soll ja das alte erst komplett aufgebraucht werden, bevor's was Neues gibt. Also idealerweise erstmal das lange Dischmatal ab dem Teufi ganz nach hinten, und dann zur Grialetschhütte rauf. Macht eher keine Höhenangst, aber vielleicht Blasen an den Füssen.

Unterwegs gab es viel Sonne, aber auch Wolken, sowie starken Wind - das sollte über Nacht so bleiben, und etwas Niederschlag in Form von gut 10 Zentimetern Neuschnee gehörte dazu. Allerdings traute sich am nächsten Morgen praktisch niemand vor die Tür, trotz Sonnenschein, aber leider grosser Kälte. Erst hatten wir noch ein paar Spuren vor uns, aber nach gut einer Viertelstunde bogen die ersten falsch ab, oder kehrten um, ist eben mühsam, auf eigene Faust den Weg zu finden. Ganz einfach war es auch nicht, anstelle der hübschen Traverse über den Vadret da Grialetsch läuft man aufgund des Gletscherschwunds sehr mühsam zickzack um Täler und Moränenwälle. Auch die Felsinsel Isla Persa umgingen wir nördlich, da es in der Mulde südlich zu steil schien. Flott voran kamen wir erst im Gipfelhang.

Unterhalb des Gipfels waren wir leider komplett in Wolken, dazu bei einem eisigen Wind unterwegs. Der Schnee kam horizontal, mehr als Eis, irgendwo losgerissen vom Wind. Ich lief in der dicken Daunenjacke, wie sonst eigentlich den ganzen Winter nicht. Der Gipfelversuch, entlang dem stark verwechteten Grat, blieb dann eher halbherzig. Also Felle weg und runter.

Dieses Mal wollte ich das Val Sarsura rausfahren (im Val Pülschezza war ich letztes Mal), da aufgrund der Nordexposition mit der kürzesten Wanderpassage zu rechnen war. Die Abfahrt lässt sich grob in drei Abschnitte unterteilen: 1. Oben geniale Schneelage mit Pulver, aber leider ohne Sicht, 3. unten mit gedeckeltem und zerfahrenem Altschnee, sowie 2. eine leider recht kurze Passage, wo sowohl Schnee als auch Sicht stimmten. Mit der Tragepassage ging es aber ganz gut auf, das war vielleicht ein Kilometer oder so, bis wir an die Kantonsstrasse im Inntal gelangten.

Da war der Spass leider noch nicht ganz vorbei, denn an dieser Stelle des Inntals fährt weder Bus noch Bahn. Ich war immer optimistisch, dass sich ein Taxi organisieren liesse, das schlug aber fehl. Trampen, wie das letzte Mal, scheint mit Ines deutlich besser zu funktionieren als mit einer heruntergekommenen Männerbande. Also schmiss Pie die letzten Ibuprofen zugunsten seiner alten Hüfte ein und wir marschierten noch ein paar Kilometer nach Susch, wo wir recht zielgenau auf den Zug gehen konnten. Das war also nochmal ein Halbmarathon zum Abschluss der Skitourensaison.

p1060123.jpg
In der Nähe der Fuorcla...
p1060125.jpg
Auch wenn wir den ganzen...
p1060127.jpg
Die Grialetschhütte und...
p1060129.jpg
Schon am Abend beginnt es zu...
p1060131.jpg
In der Hütte gibt's...
p1060132.jpg
Am Morgen steht die Sonne...
p1060134.jpg
Die Gletscherpassage ist...
p1060135.jpg
Bei der Isla Persa gehen wir...
p1060136.jpg
Ab hier geht's dann...
p1060139.jpg
Leider sieht's im Sattel vor...
p1060140.jpg
Die letzten Schritte in den...
p1060143.jpg
Bei diesen Verhältnissen...
p1060147.jpg
Der Schnee in der Nordflanke...
p1060152.jpg
In dieser Höhenlage ist...
p1060155.jpg
Auch wenn's nett aussieht...
p1060157.jpg
Auf der Brücke über den...
p1060158.jpg
Nochmal ein Rückblick in die...
   
Rütistein/Piet Index Ostern